HTW Berlin » Fachbereich Gestaltung

Zentrum Industriekultur

Sonderausstellungen der BZI-Netzwerkpartner

Hier finden Sie einen Überblick über Sonderausstellungen rund um die Industriekultur in Berlin. Darunter sind Ausstellungen von etablierten Kulturinstitutionen, mit denen das BZI in Kontakt steht. Vor allem aber stellen wir lokale Initiativen und Vereine vor, die ihre Sonderausstellungen zumeist ehrenamtlich kuratieren und organisieren.

Laufende Ausstellungen

Geheimes Staatsarchiv PK: Zu den Anfängen Preußens als Industriestaat

Bildnachweis: Eduard Gaertner: Die Klosterstraße, 1830, Copyright Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie/J. Anders
1 Bild
"Klosterstraße 36 - Sammeln, Ausstellen, Patentieren"

Ausstellung des Geheimen Staatsarchivs des Preußischen Kulturbesitzes in Zusammenarbeit mit der Kunstbibliothek - Staatliche Museen zu Berlin. In der Kunstbibliothek im Kulturforum, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin-Tiergarten

Zeitraum: 11. April bis 6. Juli 2014. Öffnungszeiten: Di.- Fr. 10-18 Uhr, Sa.+So. 11-18 Uhr

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Industrialisierung Preußens und der Rolle der Patente dabei. Gemälde, Patentzeichnungen, aber auch durch 3-D-Darstellungen zeigen die Entwicklung Preußens zum Industriestaat. Ohne die im 19. Jahrhundert in Preußen geschaffene industrielle Basis hätte der Erste Weltkrieg in seiner technisierten Form und Dauer nicht geführt werden können. Die Ausstellung ist deshalb auch ein wichtiger Beitrag zum Themenjahr "1914. Aufbruch. Weltbruch" der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz (www.1914-Aufbruch-Weltbruch.de).

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog mit zahlreichen Abbildungen und weiterführenden Beiträgen erschienen (216 Seiten mit 117 Abbildungen, 14 EUR).

Industriesalon Schöneweide: 90 Jahre Rundfunk - Technik und Design

3 Bilder
Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch die Rundfunktechnik von ihren Anfängen bis heute. Alle Geräte und Teile wurden zur Verfügung gestellt von Sammlern, die Mitglieder des Industriesalon Schöneweide e.V. sind. Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut:

1923 bis 1930:
Erste Entwicklungsphase. Die Radioapparate sind technisch experimentell konstruiert und sehen noch aus wie Messgeräte. Heute sind sie heiß begehrte Sammlerstücke.

1930 bis 1945:
Rasante technologische und technische Entwicklung. Mit dem Beginn der Nazi-Diktatur wird jedem Radio-Produktionsbetrieb die Herstellung von Volksempfängern befohlen. Volksempfänger und der deutsche Kleinempfänger wurden bis 1945 in Millionenauflage gefertigt. Mit Kriegsbeginn gab es kaum noch zivile Radiotechnik; sie wurde nur noch für den Export hergestellt, um Devisen zu beschaffen.
Schwerpunktmäßig wurde in die Funk- und Messtechnik investiert. Bis 1945 gab es eine hochausgereifte Wehrmachtsröhrenentwicklung, die etwa in Fernsehkameras für Kriegsflugzeuge und Radartechnik eingesetzt wurden. Der hohe Entwicklungsstand wurde noch Jahre nach dem Krieg von den Siegermächten genutzt.

1945 bis 1950:
Nach dem Krieg gab es zunächst eine Notgeräte-Produktion. Diese waren zumeist mit Wehrmachtsröhren wie der bekannten RV12P2000 bestückt. Radios wurden aus Resten der Funkmess -und Flugzeugtechnik gebaut.

1950 bis 1968:
Mit dem Wirtschaftswunder wuchs auch die Nachfrage nach Radios gewaltig. Die Technik entwickelte sich rasant, die Röhrentechnologie war in voller Blüte. 1952 wurde UKW eingeführt; ab 1963 gab es HF Stereorundfunk; ab 1968 lief die Röhrentechnik aus und wurde von der Transistortechnik verdrängt. Es gab Geräte mit Motorabstimmung und voll fernsteuerbare Geräte.

... und heute:
existiert keine Deutsche Radioproduktion mehr. Sämtliche Rundfunkgeräte werden von ausländischen Firmen gefertigt. DSR wurde erprobt und wieder eingestellt. DAB-Radios sind auf dem Vormarsch. Über das Internet ist Radioempfang immer und überall möglich.

Öffnungszeiten: Mittwochs, Freitags und Sonntags, jeweils 14-18 Uhr. Eintritt frei.
Industriesalon Schöneweide, Reinbeckstraße 9, 12459 Berlin-Schöneweide

Abgeschlossene Ausstellungen

Fotoausstellung "Peter Behrens - Bauten für die AEG"

Bildquelle: http://sdtb.de/Peter-Behrens-Bauten-fuer-die-AEG.2295.0.html
1 Bild
Der Gestalter Peter Behrens (1868-1940) war sehr vielseitig tätig - als Maler, Designer, Typograph und Architekt. Seine Bauten für die AEG nehmen in seinem Schaffen eine besondere Stellung ein und prägen noch heute das Berliner Stadtbild. Über den heutigen Zustand der Fabrik- und Wohnbauten ist kaum etwas bekannt.

Der Berliner Architekt und Fotograf Carsten Krohn hat auf eindrucksvolle Weise erstmalig das von Behrens im Auftrag der AEG ausgeführte Werk dokumentiert. In der Ausstellung, die vom 11. Februar bis 27. April 2014 im Deutschen Technikmuseum zu sehen war, zeigten 20 seiner aktuellen Farbaufnahmen die gegenwärtige Situation. Den historischen Zustand belegten 17 bislang unveröffentlichte schwarz-weiße Vintageprints aus dem AEG-Archiv, das das Historische Archiv der SDTB seit 1997 verwaltet.

Der Bildband zur Ausstellung, der erstmals das gesamte gebaute Werk von Peter Behrens vorstellt, ist weiter im Museumsshop erhältlich. Bei der Gegenüberstellung aktueller und wiederentdeckter historischer Aufnahmen präsentiert Krohn mit einem Auge für Details und formale Bezüge Behrens´ Schaffen, das vom Jugendstil über den Klassizismus und Expressionismus bis hin zum Neuen Bauen reicht.

Carsten Krohn: Peter Behrens - Architektur (deutsch/englisch)
Weimarer Verlagsgesellschaft, Weimar 2013, 256 S.Hardcover, 58 EUR

Fotoausstellung "Gleisdreieck - Ein Bahngelände in Berlin"

Ruine des Werkstattgebäudes zwischen Lokschuppen 1 und 2, 1982. Bildrechte: SDTB, Historisches Archiv / © Hans W. Mende
1 Bild
Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums präsentierte das Deutsche Technikmuseum vom 19. November 2013 bis zum 2. Februar 2014 die Sonderausstellung "Gleisdreieck - Ein Bahngelände in Berlin".

Rund 40 Originalfotografien des Berliner Künstlers Hans W. Mende zeigten das geschichtsträchtige Gebiet in den Jahren zwischen 1977 und 1982. Heute gehört das Areal des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs zu großen Teilen zum Gelände des Deutschen Technikmuseums.

Das Gleisdreieck zwischen Anhalter und Potsdamer Güterbahnhof war einst einer der höchst frequentierten Eisenbahnknotenpunkte des Deutschen Reiches. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Großteil der Gleis- und Bahnanlagen zerstört, und der Bahnbetrieb kam fast vollständig zum Erliegen. Durch die Teilung Berlins und die Einstellung des Fernverkehrs 1952 rückte das ehemals im Zentrum der Stadt gelegene Gebiet an den Mauerrand des Bezirks Kreuzberg. Die verbliebenen Gleisanlagen, Stellwerke und Wassertürme befanden sich bis zur Wiedervereinigung im Besitz der Ost-Berliner Reichsbahndirektion, wobei das Gelände selbst zu West-Berlin gehörte.

Seit Anfang der 1970er Jahre dokumentierte der Fotograf Hans W. Mende in einem Zeitraum von zehn Jahren sowohl den voranschreitenden Verfall der Stellwerke, Drehscheiben und Lokschuppen als auch die Wiederinbesitznahme der Flächen durch die Natur. Dabei entstand ein Zyklus großformatiger Schwarz-Weiß-Fotografien, die die Entwicklung bis zum Beginn der Bauarbeiten des 1982 gegründeten Deutschen Technikmuseums festgehalten haben.

Ort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin
Medienpartner des Jubiläumsjahres: Radio Eins

"130 Jahre Elektrische Straßenbeleuchtung in Berlin"

www.energie-museum.de
1 Bild
Anlässlich des 130jährigen Geburtstags der elektrischen Straßenbeleuchtung in Berlin präsentierte das Energie-Museum eine Sonderausstellung. Auf 27 Bannern wurden neben der historischen Entwicklung auch der Betrieb und die Instandhaltung im Wandel von mehr als 100 Jahren gezeigt. Zusätzlich waren zeitgeschichtliche Exponate Teil der Ausstellung. In einer 74-seitige Broschüre wurden alle Infos und zusäzliche Bilder zum Nachlesen zusammengefasst.

Ausstellungszeitraum: 26. September 2012 bis 24. August 2013
Adresse: Energie-Museum Berlin, Teltowkanalstraße 9, 12247 Berlin

"Kabelwerk Oberspree - Bruchstücke eines Industriegiganten"

www.industriesalon.de
1 Bild
Das Kabelwerk Oberspree (KWO) gilt als einzigartiges Monument der deutschen Industriegeschichte. Mit dem KWO verbindet sich der Aufstieg von Berlin zur "Elektropolis" - der Stadt der Elektrotechnik, die die Welt veränderte.

1897 wurde das damals modernste und größte Kabelwerk Europas innerhalb weniger Monate vonder AEG (Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft) erbaut. Unter der Führung von Emil Rathenau entwickelte sich eine komplexe Fabrikanlage mit einer großen Fertigungsbreite. Produziert wurde alles, was Strom fließen lässt, außerdem Maschinenbau, Funk- und Fernmeldetechnik sowie Automobilbau. Mit dem KWO verbinden sich bedeutsame Leistungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik.

Die Ausstellung präsentierte Bruchstücke aus der 115jährigen Geschichte des KWO. Sie markierte den Beginn einer langfristigen Forschungsarbeit deren Ziel eine verbesserte Kenntnis und Darstellung des Industriegiganten KWO sein soll.

Ausstellungszeitraum: 8. September 2012 bis 31. März 2013. Gefördert mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamtes Treptow- Köpenick, Fachbereich Kultur. Der Industriesalon Schöneweide e.V. bedankt sich herzlich bei Zeitzeugen und Leihgebern.

"Das neues 50Hertz-Netzquartier in Berlin-Mitte"

Foto: Henning Larsen Architects. Quelle: Morgenpost, 3.2.2013 (http://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article113347979/Europacity-in-Berlin-Mitte-soll-neuen-Hingucker-bekommen.html)
1 Bild
An der Heidestraße in Berlin-Mitte, Nähe Hauptbahnhof, entsteht das neue "50Hertz-Netzquartier". Die achtzehn Architektenentwürfe für die neue Hauptstadt-Zentrale des Unternehmens waren im Februar 2013 im Deutschen Technikmuseum zu sehen.

"Dieser Unternehmenssitz inmitten des Zentrums der Hauptstadt veranschaulicht [...] auch räumlich unsere zentrale Rolle bei der Umsetzung der Energiewende und stellt ein starkes Bekenntnis von 50Hertz zu Berlin als dauerhaftem Unternehmenssitz dar", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Boris Schucht.

"Gleisdreieck Berlin 2012 - Kunst im öffentlichen Raum"

Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (leicht bearbeitet)
2 Bilder
Der Park am Gleisdreieck als Kulturlandschaft: Der geschichtsträchtige Ort am U-Bahnhof Gleisdreieck war vom 21. Juli bis 23. September 2012 Schauplatz der Ausstellung GLEISDREIECK BERLIN 2012.

Stationen eines Ortes: Nachkriegsbrache südlich des Potsdamer Platzes, jahrzehntelange Entwicklung einer innerstädtischen Wildnis in Berlins Zentrum, 2009 Tabula rasa auf dem Areal des ehemaligen Anhalter Bahnhofs und Kampf von Stadt, Investoren und Bürgerbewegungen um Anteile und Gestaltungsmöglichkeiten auf der begehrten Freifläche... 2011 Einweihung des östlich gelegenen Parks und aktuell Aufwertung der Baracken der Ladestraße durch das Deutsche Technikmuseum.

Die Ausstellung zeigte Installationen, Klangwerke, Interaktionen, Raumzeichnungen, Fotografien und Performances, die vor Ort von 23 schweizerischen und Berliner Künstlern realisiert wurden und eine neue ästhetische und kulturelle Dimension der Parklandschaft vermittelten. Die Werke wurden im gleichnamigen Ausstellungskatalog detailliert kommentiert und mit einem biografischen Anhang zu den Künstlern vervollständigt. Übergreifende Essays beleuchten den Ort als Kulturlandschaft.

"125 Jahre AEG-Design - von Peter Behrens bis heute"

Quelle: Medienkommunikation von ELEKTROLUX
1 Bild
Anlässlich des runden Geburtstags der Traditionsmarke AEG war vom 12. August bis 5. September 2012 die Sonderausstellung "125 Jahre AEG Designtradition - Von Peter Behrens bis zur Neuen Kollektion" zu sehen.

Die Präsentation in der Ladestraße des Deutschen Technikmuseums schlug den Bogen von den Anfängen der Industriekultur bis zum modernen Küchendesign. Viele originale Hausgeräte, Werbeanzeigen und Poster bezeugten das Behrens-Motto "Perfekt in Form und Funktion".

Der Architekt und Gestalter Peter Behrens begründete mit seinen Entwürfen für die AEG das deutsche Industriedesign. Auf seine streng funktionalen Gestaltungsprinzipien beriefen sich Jahre später die Gründer der Bauhaus-Bewegung. Bis heute erhalten Produkte der Marke AEG für ihr zeitlos funktionales und benutzerfreundliches Design immer wieder Auszeichnungen.

Die AEG präsentierte bereits 1889, zwei Jahre nach ihrer Gründung, in der Berliner Ausstellung für Unfallverhütung die ersten Elektrogeräte für den Haushalt: Bügeleisen, Teekessel, Eierkocher und Brennscherenwärmer. In den folgenden Jahrzehnten setzte die AEG Meilensteine in der Entwicklung von Hausgeräten, die den Alltag nachhaltig veränderten. Richtungsweisende Innovationen waren beispielsweise der erste Elektroherd (1910), die erste Waschmaschine (1950), der erste Wäschetrockner (1964), der erste Waschvollautomat (1958) und der erste Induktionsherd (1987). In den 1980er Jahren war AEG der erste Hausgerätehersteller mit einer Öko-Produktreihe.
© 2009 – 2017 HTW Berlin