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Zentrum Industriekultur

30.08.2012, 18:00-22:00   BZI-Workshop am 30. August 2012

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Kritische Diskussion der ERIH-Kriterien: Welchen Nutzen hat die Europäische Route der Industriekultur für Berlin?

Veranstalter: BZI, in Kooperation mit:
Georg-Agricola-Gesellschaft e.V., Industriesalon Schöneweide e.V.

Datum: Donnerstag, 30. August 2012, 18 bis 22 Uhr
Ort: Industriesalon Schöneweide, Reinbeckstr. 9, 12459 Berlin-Schöneweide

mit Statements u.a. von:
- Helmuth Albrecht, Vorstand TICCIH-International und Professor an der TU Freiberg
- Antje Boshold, Koordinatorin der ENERGIE-Route der Lausitzer Industriekultur
- Thorsten Dame, TU Berlin und Laufwerk B, Dozent für Industriedenkmalpflege
- Karsten Feucht, TICCIH-Experte für erlebnisorientierten Industriekultur-Tourismus
- Norbert Gilson, TICCIH-Experte für die Geschichte der Elektrizitätsversorgung
- Dorothee Haffner, HTW Berlin, Professorin für Museumskunde und Leiterin BZI
- Joseph Hoppe, Stellv. d. Direktors der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin
- Heidi Pinkepank, Institut für Neue Industriekultur INIK, Cottbus und Wroclaw
- Norman Pohl, Geschäftsführer der GAG und Dozent an der TU Bergakademie Freiberg
- Susanne Reumschüssel, Geschäftsführerin des Industriesalon Schöneweide e.V.
- Nils Scheffler, Urban Expert - Integrierte Stadtentwicklung und Planungsprozesse
- Joachim Schütz, Vorsitzender des Kesselhaus Museum Herzberge e.V.
- Hubert Staroste, Landesdenkmalamt Berlin, Abteilungsleiter Denkmalvermittlung

Moderation: Marion Steiner, Koordinatorin BZI

Inhaltliche Ergebnisse:

Die Ausgangssituation für Industriekultur-Tourismus ist in Berlin deutlich anders als in den "klassischen" Industriekultur-Regionen wie der Lausitz oder dem Ruhrgebiet. Berlin ist bereits Touristendestination und muss es nicht erst werden. Genügend Infrastruktur (Toiletten, Cafés etc.) ist auch vorhanden.
Allerdings könnten sich die touristischen Angebote noch besser über das Stadtgebiet verteilen. Die Industriekultur hat das Potenzial dazu beizutragen. Als neues touristisches Thema macht sie die Stadt zudem auf eine Weise wahrnehmbar, wie man sie bisher selten gesehen hat.
Das BZI sollte den Mut haben, unabhängig von ERIH ein eigenes Konzept zu entwickeln und erst dann ggf. versuchen, die "Elektropolis Berlin" als heterogenes Netz von Orten als Regionale Themenroute bei ERIH zu verankern.
Der besondere Kontext von Großstadt und "Touristification" und die Assoziationen mit Berlin als "dem anderen Ort" bieten beste Voraussetzungen, um in Berlin ein neues wegweisendes Modell für Industriekultur-Tourismus zu entwickeln.

Weitere Schlussfolgerungen:

Neben den Inhalten setzte der Workshop auch in folgenden Bereichen neue Maßstäbe:
- Die Akteurs-Mischung aus nationalen Experten für Industriekultur mit engagierten Vor-Ort-Projekten hat außerordentlich gut funktioniert.
- Die zahlreiche Teilnahme von Studierenden der TU Freiberg, der HTW Berlin und der TU Berlin war ebenfalls ein großer Erfolg; der Austausch soll fortgesetzt werden.
- Der Industriesalon hat als Veranstaltungsort absolut überzeugt: Die Atmosphäre war toll; das Catering mit viel Liebe gemacht und überraschend preiswert.
- Das neue Format (offenes Diskussionsforum mit studentischer Beteiligung und lokalen Initiativen) kam bei den Vertretern der nationalen Ebene richtig gut an.
- Die GAG und das Deutsche TICCIH-Nationalkomitee wollen in Zukunft weitere Diskussionsforen dieser Art planen; gerne auch wieder im Industriesalon Schöneweide.
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