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Zentrum Industriekultur

08.11.2013, 18:00   Industriekultur-Abend: "James Hobrecht und Berlin"

(c) Berliner Waserwerke, Museum im Wasserwerk
2 Bilder
James Hobrecht und Berlin - 140 Jahre Berliner Stadtgüter
7. Themenabend zur Wirtschaftsgeschichte Berlins

Ort: Goldberger-Saal des Ludwig-Erhard-Hauses in der Fasanenstraße 85, nahe Zoologischer Garten

Veranstalter: Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv e.V. (BB-WA), in Kooperation mit dem Verein für die Geschichte Berlins

Anmeldung erforderlich. Kostenbeitrag: 5 EUR
Tel. 030 411 90 698, mail@bb-wa.de, www.bb-wa.de

Zum Thema: James Hobrecht und die Berliner Stadtgüter

Der Hobrecht-Plan von 1862 mit seinem Konzept von Ring- und Ausfallstraßen bildet bis heute die Grundlage der Bebauungs- und Verkehrsstruktur Berlins. Das allein würde schon ausreichen für einen Platz des Stadtbaurat James Hobrecht in der Geschichte Berlins - doch Hobrechts Bedeutung ging buchstäblich tiefer.

Sein Meisterstück war die Einführung der Kanalisation: Statt die Berliner Abwässer in die Spree zu leiten, legte Hobrecht Radialsysteme zur Sammlung der Abwässer an, die dann auf die Rieselfelder im Umland geleitet wurden. Im Jahr 1873 beschloss die Stadtverordnetenversammlung von Berlin, große landwirtschaftliche Flächen außerhalb der Stadt zu erwerben und entschied sich damit für Hobrechts Pläne. Dieser Beschluss vor 140 Jahren ist der Auftakt der wechselreichen Geschichte der Berliner Stadtgüter.

Durch den Abend führte Prof. Dr. Klaus Dettmer, Vorsitzender des BB-WA. Der ehemalige Senatsbaudirektor Prof. Dr. Hans Stimmann würdigt »Den Ingenieur als Städtebauer - James Hobrecht, sein Plan, die Kanalisation und die Berliner Stadtgüter«. Die Aktualität der Debatte über Felder im Besitz der Stadt unterstreicht Senator a.D. Harald Wolf in seinem Vortrag »Vom Stadtgut zum Stadtwerk - neue Impulse für die Stadtentwicklung«.
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