Nach mehreren Monaten intensiver Recherche und kreativer Arbeit präsentiert die Klasse 6c der Schule am Teutoburger Platz ihren selbst entwickelten Actionbound zur Geschichte des über 180 Jahre alten Industriedenkmals „Pfefferberg” in Prenzlauer Berg. Entstanden ist das Projekt im Rahmen des Programms „denkmal aktiv“, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz in Kooperation mit der Stiftung Pfefferwerk und dem Berliner Zentrum Industriekultur.
Die digitale Schnitzeljagd (Actionbound) führt Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Epochen durch die 180-jährige Geschichte des Pfefferbergs. Wer den Actionbound spielt, muss beispielsweise Spuren der Bierproduktion finden und eine Pferdetreppe suchen.
Die Klasse hat sich im Unterricht intensiv mit der Historie des Denkmals beschäftigt, Interviews geführt, Informationen recherchiert und Bilder gemalt. Die spannendsten Details und Anekdoten haben die Kinder in ihren Actionbound eingebaut.
Ziel ist, dass vor allem die Kinder aus der Nachbarschaft den Pfefferberg kennenlernen und ein Bewusstsein für die Industriekultur im eigenen Umfeld zu stärken.
„Die Pfefferspur” ist ab dem 2. Juli kostenlos in der App Actionbound verfügbar.
Pfefferspur in der App ActionboundZitate der fachlichen Partner:
- Nathalie Scholl, Berliner Zentrum Industriekultur: „Für die 6c habe ich im Projekt einen Interview-Workshop gegeben. Er hat die Klasse darauf vorbereitet, Zeitzeug:innen-Gespräche zu führen und zu verwerten. Nach einer Einführung in das Thema Industriekultur und Zeitzeug:innen-Gespräche konnte die Klasse selbst aktiv werden und Interviewsituationen üben. Anschließend haben wir in Kleingruppen Zeitzeug:innen auf dem Pfefferberg besucht. Die Kinder haben mit viel Neugierde und ehrlichem Interesse die Gespräche geführt und aufgezeichnet. Als die ersten Aufgaben für den Actionbound gesammelt waren, habe ich den Schüler:innen Feedback gegeben. Gemeinsam werden haben wir überlegt, was noch geändert werden kann und vor allem welche Aufgaben Spaß und Neugierde wecken.
Derzeit veranstalten wir nur für denkmal aktiv-Projekte solche Workshops in Schulen. Auf unserer Website bündeln wir aber die Mitmachangebote all unserer Partner in Berlin, die Vermittlungsprogramme anbieten – und die Stiftung Pfefferwerk ist Teil dieses Netzwerks der Industriekultur.“ - Christiane Wiegand, Stiftung Pfefferwerk: „Als Stiftung stellten wir der Klasse unser Archiv zur Verfügung, in dem Fotos und Dokumente zu finden sind. Außerdem haben wir unser gesammeltes Wissen über die Historie des Pfefferbergs geteilt. Damit die Klasse auch die vielen verschiedenen Akteur:innen auf dem Pfefferberg kennenlernen kann, habe ich Kontakte für Interviews und Gebäude-Begehungen hergestellt. Auch für Fragen der Schüler:innen zu einzelnen Gebäuden und deren Geschichte standen wir stets zur Verfügung. In regelmäßigen Abständen habe ich die Klasse hier auf dem Gelände für kurze Workshops empfangen. Währen der Konzeption des Actionbounds und im Prozess der Umsetzung habe ich die Klasse regelmäßig begleitet.
Den von der Klasse 6c entwickelten Actionbound wollen wir bewerben und weitere Schulklassen für dieses Industriedenkmal begeistern.“
Über »denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule«
Gebaute Geschichte erleben sowie den Wert und die Bedeutung von Kulturdenkmalen kennenlernen – das ist die Idee von »denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule«, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Ziel ist es, jungen Menschen den einzigartigen Wert von Denkmalen zu vermitteln und den Denkmalschutz als gemeinsame Aufgabe für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem Kulturerbe kennenzulernen.
Lehrkräfte bewerben sich mit einem Projekt, das das ganze Schuljahr läuft, oder mit einer Idee für eine Projektwoche. Im Mittelpunkt steht die Beschäftigung mit einem Denkmal. Dieses Denkmal erkundet die Lerngruppe in Zusammenarbeit mit einem außerschulischen fachlichen Partner, zum Beispiel mit uns.
Die Initiative wurde 2002 unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission ins Leben gerufen.
Über Berliner Zentrum Industriekultur (bzi)
Das Berliner Zentrum Industriekultur macht Berlins industrielles Erbe durch innovative Angebote und Vermittlungsformate sichtbar. Dabei steht es für eine nachhaltige Entwicklung dieses Erbes und setzt Impulse für die Positionierung Berlins als innovative Metropole. Das Berliner Zentrum Industriekultur ist eine Kooperation der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (oberste Denkmalschutzbehörde Berlin).
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen finanziert das Berliner Zentrum Industriekultur.
Ansprechpartnerin:
Nathalie Scholl
Tel. +49 30 5019 3148
E-Mail
https://industriekultur.berlin/erforschen/denkmal-aktiv/
Über Stiftung Pfefferwerk
Eigentümerin des Areals ist die Stiftung Pfefferwerk, die in Berlin Projekte für mehr Chancengerechtigkeit von Benachteiligten fördert. Der Pfefferberg ist das Stiftungsvermögen; die Pachteinnahmen aus der ehemaligen Brauerei in Prenzlauer Berg bilden die zentrale finanzielle Grundlage. Ergänzt werden diese Mittel durch Drittmittel und Spenden. Auf dieser Basis fördert die Stiftung eigenständige Projekte und unterstützt wachsende Initiativen gemeinnütziger Träger in ihren Förderbereichen.
Ansprechpartnerin:
Christiane Wiegand
E-Mail
https://stiftung-pfefferwerk.org/





