Festival

Hier überrascht Berlin selbst Insider

Das Festival der Berliner Industriekultur macht die Stadt zur Bühne für besondere Erlebnisse und exklusive Einblicke.

Berlin, 17.09.2026 – So hat man Berlin noch nicht gesehen: Das Festival der Berliner Industriekultur verspricht ungewöhnliche Einblicke in die Geschichte der Hauptstadt. Über 150 Events laden bis zum 4. Oktober 2026 zu außergewöhnlichen Kulturerlebnissen ein.

Partnerinnen und Partner aus Kunst, Kultur, Bildung und Wirtschaft bieten ein vielfältiges Programm, das Industriegeschichte mit zeitgenössischer Stadtkultur verbindet. Dabei fällt das Rampenlicht auf backsteinrote Fabriken, Gewerbehöfe mit glasierten Ziegeln sowie imposante Anlagen aus Beton, Stahl und Glas. Die Events finden an bekannten Schauplätzen der Industriekultur wie dem Deutschen Technikmuseum statt und an Geheimtipps wie dem Trudelturm in Adlershof.

Die Bandbreite an Veranstaltungen ist groß: Silent Discos zwischen Gleisen und Zügen, geführte Radtouren, Bildhauerworkshops, Theaterspaziergänge, Touren mit BVG-Oldtimerbussen, kulinarische Erlebnisse und Stadtführungen mit exklusiven Einblicken in Berliner Stadtgeschichte.

Der Auftakt fand am 12. September 2026 im Rahmen des bundesweiten Tags des offenen Denkmals statt. Seitdem lädt das Festival über drei Wochen und vier Wochenenden dazu ein, Berlin aus neuen Perspektiven zu entdecken. Organisiert wird das Festival vom Berliner Zentrum Industriekultur (bzi) gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der gesamten Stadt.

Das neue Festival der Berliner Industriekultur auf einen Blick

  • 12. September bis 4. Oktober 2026
  • drei Wochen und vier Wochenenden
  • über 150 Events
  • findet dieses Jahr zum ersten Mal statt
Gruppenbild mit Doppeldecker Bus im Hintergrund
v.l.n.r.: Prof. Dr. Dorothee Haffner, Berliner Zentrum Industriekultur (bzi) | Nathalie Scholl, bzi | Joseph Hoppe, bzi | Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen | Katharina Hornscheidt, bzi | Joachim Breuninger, Deutsches Technikmuseum | Dr. Severin Fischer, Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Betriebe | Dr. Ann-Kathrin Biewener, Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg | Monika Müller, Wirtschaftsförderung Reinickendorf | © Foto: bzi / Florian Schuh

Zitate:

  • Prof. Dr. Dorothee Haffner, Leiterin Berliner Zentrum Industriekultur: Das Festival ist das bislang größte Event des Berliner Zentrum Industriekultur. Vom 12. September bis 4. Oktober können Besucherinnen und Besucher über 150 Events von 60 verschiedenen Akteuren erleben. Zusammen machen sie die Stadt zur Bühne für außergewöhnliche Kulturerlebnisse.
  • Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (SenStadt): Viele ehemalige Industrieareale zeigen heute, wie Denkmalschutz und moderne Stadtentwicklung erfolgreich zusammenwirken können. Wo früher produziert wurde, entstehen unter Wahrung des baukulturellen Erbes neue Quartiere für die Berlinerinnen und Berliner für Wohnen, Arbeiten, Wissenschaft, Kultur und Innovation. Diese Form der Weiternutzung bestehender Gebäude ist eine besonders nachhaltige Form des Bauens. So verbinden wir Berlins Geschichte mit den Anforderungen an eine wachsende Stadt.
  • Dr. Severin Fischer, Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Betriebe, (SenWiEnBe): Das heutige Berlin ist ohne seine Industriegeschichte undenkbar. Die Industrie hat die Entwicklung unserer Stadt zur modernen Metropole entscheidend geprägt und bietet auch heute Arbeitsplätze für über 100.000 Berlinerinnen und Berliner. Das Festival Industriekultur macht Berliner Industriegeschichte an ganz unterschiedlichen Orten der Stadt erlebbar. Es zeigt, wie historische Industrieorte heute genutzt werden und welche Zukunftsperspektiven sie bieten. Für Berlinerinnen und Berliner ebenso wie für Gäste ist das eine einzigartige Gelegenheit, die Stadt aus neuen Blickwinkeln kennenzulernen. Mit seinen vielfältigen und ungewöhnlichen Veranstaltungen bietet das Festival die Chance, neue Zielgruppen für die faszinierende Industriekultur Berlins zu begeistern.
  • Sabine Wendt, Geschäftsführerin visitBerlin: Mit dem Festival der Industriekultur laden wir Berlinerinnen und Berliner sowie unsere Gäste dazu ein, besondere Orte wie ehemalige Fabriken und stillgelegte Kraftwerke in Berlin zu entdecken“, sagt Sabine Wendt, visitBerlin-Geschäftsführerin. „Das Festivalprogramm führt dabei in die vielfältigen Kieze und eröffnet neue Perspektiven auf unsere Stadt – auch abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zu einem dezentralen und stadtverträglichen Tourismus. Mein herzlicher Dank gilt allen Partnerinnen und Partnern, die das Festival möglich machen.
  • Joachim Breuninger, Direktor, Deutsches Technikmuseum: Wir als Teil des Berliner Zentrum Industriekultur (bzi) freuen uns besonders, dass vier Festival-Events auf dem geschichtsträchtigen Gelände des Deutschen Technikmuseums stattfinden oder in direkter Nachbarschaft dazu: Der Energie-Erlebnis-Tag im Museumspark, die Radtour Eisenbahn und Landebahn durch den Park am Gleisdreieck, eine virtuelle Zeitreise am Anhalter Bahnhof und der Industriekultur- Büchersalon im Café TorEins.
Zum Eventkalender des Festivals

Pressebilder zum Download finden Sie hier.

Über das Berliner Zentrum Industriekultur (bzi)

Das Berliner Zentrum Industriekultur macht Berlins industrielles Erbe durch innovative Angebote und Vermittlungsformate sichtbar. Dabei steht es für eine nachhaltige Entwicklung dieses Erbes und setzt Impulse für die Positionierung Berlins als innovative Metropole. Das Berliner Zentrum Industriekultur ist eine Kooperation der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (oberste Denkmalschutzbehörde Berlin). Es wird maßgeblich durch das Land Berlin finanziert und fachpolitisch begleitet.

Ansprechpartnerinnen:

Katharina Hornscheidt, Koordination Festival-Programm
Tel. +49 30 5019-3619
E-Mail: hornscheidt@industriekultur.berlin

Anja Liebau, Presse und Kommunikation
Tel. +49 30 5019-3837
E-Mail: liebau@industriekultur.berlin

Actionbound zum Pfefferberg

Berlin, 30.06.2026 Die Pfefferspur: von Kindern für Kinder. Eine 6. Klasse macht Industriegeschichte digital erlebbar. Mit der Actionbound App geht es auf eine digitale Schnitzeljagd über den Pfefferberg in Prenzlauer Berg.

Nach mehreren Monaten intensiver Recherche und kreativer Arbeit präsentiert die Klasse 6c der Schule am Teutoburger Platz ihren selbst entwickelten Actionbound zur Geschichte des über 180 Jahre alten Industriedenkmals „Pfefferberg” in Prenzlauer Berg. Entstanden ist das Projekt im Rahmen des Programms „denkmal aktiv“, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz in Kooperation mit der Stiftung Pfefferwerk und dem Berliner Zentrum Industriekultur.

Die digitale Schnitzeljagd (Actionbound) führt Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Epochen durch die 180-jährige Geschichte des Pfefferbergs. Wer den Actionbound spielt, muss beispielsweise Spuren der Bierproduktion finden und eine Pferdetreppe suchen.

Die Klasse hat sich im Unterricht intensiv mit der Historie des Denkmals beschäftigt, Interviews geführt, Informationen recherchiert und Bilder gemalt. Die spannendsten Details und Anekdoten haben die Kinder in ihren Actionbound eingebaut.

Ziel ist, dass vor allem die Kinder aus der Nachbarschaft den Pfefferberg kennenlernen und ein Bewusstsein für die Industriekultur im eigenen Umfeld zu stärken.

„Die Pfefferspur” ist ab dem 2. Juli kostenlos in der App Actionbound verfügbar.

Pfefferspur in der App Actionbound
Aufgang zum Pfefferberg an der Schönhauser Allee. | © Stiftung Pfefferwerk

Zitate der fachlichen Partner:

  • Nathalie Scholl, Berliner Zentrum Industriekultur: „Für die 6c habe ich im Projekt einen Interview-Workshop gegeben. Er hat die Klasse darauf vorbereitet, Zeitzeug:innen-Gespräche zu führen und zu verwerten. Nach einer Einführung in das Thema Industriekultur und Zeitzeug:innen-Gespräche konnte die Klasse selbst aktiv werden und Interviewsituationen üben. Anschließend haben wir in Kleingruppen Zeitzeug:innen auf dem Pfefferberg besucht. Die Kinder haben mit viel Neugierde und ehrlichem Interesse die Gespräche geführt und aufgezeichnet. Als die ersten Aufgaben für den Actionbound gesammelt waren, habe ich den Schüler:innen Feedback gegeben. Gemeinsam werden haben wir überlegt, was noch geändert werden kann und vor allem welche Aufgaben Spaß und Neugierde wecken.
    Derzeit veranstalten wir nur für denkmal aktiv-Projekte solche Workshops in Schulen. Auf unserer Website bündeln wir aber die Mitmachangebote all unserer Partner in Berlin, die Vermittlungsprogramme anbieten – und die Stiftung Pfefferwerk ist Teil dieses Netzwerks der Industriekultur.“ 
  • Christiane Wiegand, Stiftung Pfefferwerk: „Als Stiftung stellten wir der Klasse unser Archiv zur Verfügung, in dem Fotos und Dokumente zu finden sind. Außerdem haben wir unser gesammeltes Wissen über die Historie des Pfefferbergs geteilt. Damit die Klasse auch die vielen verschiedenen Akteur:innen auf dem Pfefferberg kennenlernen kann, habe ich Kontakte für Interviews und Gebäude-Begehungen hergestellt. Auch für Fragen der Schüler:innen zu einzelnen Gebäuden und deren Geschichte standen wir stets zur Verfügung. In regelmäßigen Abständen habe ich die Klasse hier auf dem Gelände für kurze Workshops empfangen. Währen der Konzeption des Actionbounds und im Prozess der Umsetzung habe ich die Klasse regelmäßig begleitet.
    Den von der Klasse 6c entwickelten Actionbound wollen wir bewerben und weitere Schulklassen für dieses Industriedenkmal begeistern.“

Über »denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule«

Gebaute Geschichte erleben sowie den Wert und die Bedeutung von Kulturdenkmalen kennenlernen – das ist die Idee von »denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule«, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Ziel ist es, jungen Menschen den einzigartigen Wert von Denkmalen zu vermitteln und den Denkmalschutz als gemeinsame Aufgabe für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem Kulturerbe kennenzulernen.

Lehrkräfte bewerben sich mit einem Projekt, das das ganze Schuljahr läuft, oder mit einer Idee für eine Projektwoche. Im Mittelpunkt steht die Beschäftigung mit einem Denkmal. Dieses Denkmal erkundet die Lerngruppe in Zusammenarbeit mit einem außerschulischen fachlichen Partner, zum Beispiel mit uns.

Die Initiative wurde 2002 unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission ins Leben gerufen.

Über Berliner Zentrum Industriekultur (bzi)

Das Berliner Zentrum Industriekultur macht Berlins industrielles Erbe durch innovative Angebote und Vermittlungsformate sichtbar. Dabei steht es für eine nachhaltige Entwicklung dieses Erbes und setzt Impulse für die Positionierung Berlins als innovative Metropole. Das Berliner Zentrum Industriekultur ist eine Kooperation der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (oberste Denkmalschutzbehörde Berlin).

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen finanziert das Berliner Zentrum Industriekultur.

Ansprechpartnerin:
Nathalie Scholl
Tel. +49 30 5019 3148
E-Mail
https://industriekultur.berlin/erforschen/denkmal-aktiv/

Über Stiftung Pfefferwerk

Eigentümerin des Areals ist die Stiftung Pfefferwerk, die in Berlin Projekte für mehr Chancengerechtigkeit von Benachteiligten fördert. Der Pfefferberg ist das Stiftungsvermögen; die Pachteinnahmen aus der ehemaligen Brauerei in Prenzlauer Berg bilden die zentrale finanzielle Grundlage. Ergänzt werden diese Mittel durch Drittmittel und Spenden. Auf dieser Basis fördert die Stiftung eigenständige Projekte und unterstützt wachsende Initiativen gemeinnütziger Träger in ihren Förderbereichen.

Ansprechpartnerin:
Christiane Wiegand
E-Mail
https://stiftung-pfefferwerk.org/

berlin History App

Spazieren gehen in Berlin heißt, Geschichte(n) entdecken. Viele Zeugnisse der wechselvollen Berliner Geschichte sind im Stadtbild offensichtlich, andere wiederum versteckt oder sogar verschwunden. Die »berlinHistory App« ist eine digitale Plattform, welche die Geschichte der Stadt sichtbar und erlebbar macht.

In diesem digitalen Museum ist auch die Berliner Industriegeschichte zu finden. Hier erfahren Nutzer:innen, wie im 19. Jahrhundert aus einer beschaulichen Residenzstadt eine pulsierende Metropole wurde. Die erste preußische Eisenbahn, eines der ersten Drehstromkraftwerke Europas und die erste Straßenbahn der Welt – Berlin hat Industriegeschichte geschrieben.

Die dazugehörigen Orte der Industriekultur sind in der ganzen Stadt verteilt, sie befinden sich in Naturparks, Industriegebieten und im Kiez nebenan. Manches Industrieareal prägt bis heute das Gesicht eines ganzen Bezirks, andere Orte sind versteckter – in einem Hinterhof oder unter dem Straßenpflaster. Mit der kostenfreien »berlinHistory App« können Interessierte die Spuren der Berliner Industriekultur ab jetzt bequem unterwegs erkunden.

Industriekultur für unterwegs – ein Blick in die berlinHistory App. | Screenshot

Das Themenangebot in der »berlinHistory App« ist vielfältig und epochenübergreifend. Die Inhalte stellen Museen, Stiftungen, Archive – genauso wie Forschende und Privatpersonen zur Verfügung. Nutzer:innen erhalten Zugang zu Geschichten, Fotos und Videos von mehr als 60 Institutionen. Dazu gehört unter anderem das partizipative Projekt „Berlin 1945“ des Stadtmuseums Berlin, „wirGeschichten – Deutsch-Deutsche Perspektiven“ gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung oder „Die Geschichte der Berliner Clubs“ in Kooperation mit dem Verein Clubcommission. Ab August 2022 ist endlich auch das Berliner Zentrum Industriekultur mit dabei!

Die kostenlose »berlinHistory App« können Sie hier herunterladen:

Android · Google Play Store Apple · App Store

Mehr Informationen zur App finden Sie unter:
www.berlinHistory.app