Seit 1920 gehört Reinickendorf zu Berlin. Der Industriespaziergang Alt-Reinickendorf beleuchtet die Geschichte dieses Stadtteils und die Entwicklung seiner Industrieareale „vom Bauerndorf zum Industriestandort“.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Museums Reinickendorf mit dem Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv e.V.

Der Industriespaziergang zur Rüstungsindustrie und Zwangsarbeit bietet Einblicke in die Wirtschafts- und Industriegeschichte des Bezirks Reinickendorf, insbesondere während des Zweiten Weltkriegs. Die sechs Kilometer lange Tour führt vorbei an wichtigen Produktionsstätten wie Alkett und Maget und beleuchtet den Einsatz von Zwangsarbeit, darunter das Lager „Krumpuhler Weg“. Die Geschichte dieses Lagers ist umfassend dokumentiert und stellt berlinweit eine Besonderheit dar.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Museums Reinickendorf mit dem Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv e.V. und findet im Rahmen des BildungsPortals NS Zwangsarbeit statt.

Am 17. Juni 1953 schlossen sich große Teile der Belegschaft des VEB Bergmann-Borsig dem Volksaufstand an – obwohl der Betrieb in Wilhelmsruh zu den Vorzeigebetrieben der DDR zählte.

Bernt Roder, Leiter des Museums Pankow, führt durch das Gelände des ehemaligen VEB und erzählt, wie die Ereignisse das Werk prägten. Auch der Gewerkschafter Heinz Brandt, der zwei deutsche Diktaturen erlebte, kommt zur Sprache.

Der Spaziergang ist Teil der kostenfreien Reihe „Mein Kiez. Geschichte(n) des geteilten Berlins“ – Publikumsbeteiligung ausdrücklich erwünscht!

In Pankow lässt sich ein Jahrhundert Industriegeschichte entdecken: Vom Rasierapparat bis zur U-Bahn hat dieser Berliner Stadtteil eine Menge zu bieten. Die Begegnungsstätte Stille Straße 10 lädt Sie ein, bei einem der Pankower Spaziergänge durch Wilhelmsruh und den Pankow Park diese Geschichte näher kennenzulernen.