Während des Zweiten Weltkriegs machten russische und polnische Verschleppte bei der Zwangsarbeit ähnliche Erfahrungen. Doch die Erinnerungen unterscheiden sich deutlich. Woran liegt das? Roland Borchers und Grete Rebstock analysierten in ihren Dissertationen Interviews mit Personen aus Polen und Russland. In ihren kürzlich erschienen Büchern ordnen sie ein, wie die Geschichtspolitik der beiden Länder die Erinnerungen der Zeitzeug:innen beeinflusst hat. Im Vortrag mit anschließenden Empfang im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit berichten die beiden von ihren Erkenntnissen aus der Forschung.

Versteckt im Armaturenbrett, mit gefälschtem Pass oder durch einen Tunnel: Tausende Menschen versuchten aus der DDR zu flüchten. Zwischen 1961 und 1970 verhalf Burkhart Veigel 650 Menschen in die Freiheit. In seinen Vorträgen bei den Berliner Unterwelten berichtet der Zeitzeuge im Gespräch von seinen spektakulären Aktionen. Für sein Buch „Wege durch die Mauer – Fluchthilfe und Stasi zwischen Ost und West“ führte er etwa 100 Interviews mit Flüchtlingen und Fluchthelfer:innen, aber auch mit ehemaligen Mitgliedern der Stasi.

Im Lichthof des Peter-Behrens-Baus findet ein weihnachtsliches Chor-Duett statt. Das Tonkollektiv der HTW Berlin und Sing! Sing! aus Oberschöneweide singen gemeinsam Weihnachtslieder.

Kostenlose Tickets können ab dem 1. Dezember auf der Webseite des „Behrens-Ufers“ gebucht werden.

Die Besucherinnen und Besucher erhalten einen Einblick in die Geschichte der Elektrizitätsversorgung und -verteilung in Berlin. Außerdem zeigen die Ehrenamtlichen des Energie-Museums Geräte und Maschinen aus Berliner Kraft- und Umspannwerken.

Das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv (BBWA) lädt zum Industriekulturabend ein. Der Themenabend widmet sich diesmal Siemens und der Siemensstadt – Ein Unternehmen entwickelt einen Stadtteil.

50 Jahre nach Gründung der Siemens & Halske Telegraphen-Bauanstalt hatte das Unternehmen bereits rund 3.000 Mitarbeitende. Platzmangel trieb eine Expansion auf die Spandauer Nonnenwiesen voran. Trotz Bedenken bot der Ort Raum für Fabriken, Verwaltung, Wohnsiedlungen und Soziales. Der Ausbau war in den späten 1920ern nahezu abgeschlossen – mit S-Bahnstrecke, Fabrikhochhaus und Siemensbahn. Rund 65.000 Menschen arbeiteten damals in der Siemensstadt.

In den 2020er-Jahren wiederholt sich die Geschichte: Siemensbahn 2.0 und Siemensstadt 2.0 zeigen ähnliche städtebauliche und verkehrstechnische Entwicklungen wie ihr historisches Vorbild.

Das Programm der Summer School „Industrial Heritage x Sustainability“ richtet sich europaweit an Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen wie z.B. Kultur und Geschichte, Museumskunde, Tourismus, Konservierung und Restaurierung sowie Industriearchäologie, Denkmalschutz oder Stadtplanung.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden möchten wir ausloten, wie Industriekultur und Nachhaltigkeitsfragen zusammenpassen. Wir besuchen Orte der Industriekultur in Berlin und diskutieren mit internationalen Expert:innen. Abschließend entwickeln die Teilnehmenden Projektideen, die Industriekultur und Nachhaltigkeit zusammen bringen.

Die Dampflokfreunde Berlin laden zum Eisenbahnfest ins Bahnbetriebswerk Schöneweide ein. Über 20 Lokomotiven und Wagen warten auf staunende Besucher:innen. Ein besonderes Highlight ist der sanierte Wasserturm aus dem Jahr 1906.

Neben Biergarten und Speisewagen gibt es auch eine Kindereisenbahn und Dampflokomotiven zum Anfassen. Am Bahnbetriebswerk Schöneweide starten gegen 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr außerdem einstündige Stadtrundfahrten mit dem Dampfzug.

Der Denkmalpflege-Verein Nahverkehr führt durch seine historische Sammlung im Betriebshof Köpenick. Schauen Sie beim Tag der offenen Tür hinter die Kulissen des Straßenbahnbetriebshof.

Der Betriebshof Köpenick öffnet am 30. Oktober von 11 bis 17 Uhr seine Tore. Unter dem Motto „Unterwegs auf der Zeitschiene“ können Besucher:innen hinter die Kulissen und in die Zukunft des Straßenbahnbetriebs blicken.

An diesem Tag wird zum ersten Mal der Öffentlichkeit ein lebensgroßes Modell der neuen Fahrzeug-Generation präsentiert. Außerdem fährt die Parade der historischen Tatra-Bahnen auf einer neuen Straßenbahnstrecke im Südosten Berlins.

Wer das neue Straßenbahn-Modell besichtigen oder mit einer Tatra-Bahn fahren möchte, muss sich vorher online anmelden.

Das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv lädt zum Industriekulturabend ein. Der Themenabend widmet sich der Elek­t­ri­fi­zie­rung Berlins vor 150 Jahren. Grundstoff dafür war die Kohle, die in den Kraftwerken zu Strom wurde. Aus der anfänglichen Vorreiterrolle der Metropole entstand schnell eine Abhängigkeit. Kohle wurde zum Spielball des Kalten Krieges, denn ohne Kohle lief damals kein Kraftwerk, kein Gaswerk und keine Abwasserpumpstation.