Peter-Behrens-Bau Wilhelminenhofstraße
Lichthof Peter-Behrens-Bau
Peter-Behrens-Bau 1958 historisch
Der Peter-Behrens-Bau war bei seiner Fertigstellung 1917 eines der höchsten Gebäude Deutschlands. | © Foto: Andreas Muhs, 2013

Peter-Behrens-Bau

Autofabrik im Geschossbau

Der nach dem Architekten benannte Peter-Behrens-Bau bildet den städtebaulichen Abschluss der Wilhelminenhofstraße. Das 1917 fertiggestellte Gebäude fällt vor allem durch seinen markanten Wasserturm auf. Die Nationale Automobil-Gesellschaft (NAG) produzierte hier bis Mitte der 1930er-Jahre Elektro-Fahrzeuge. Dazu gehörten beispielsweise PKW, Busse und Lastkraftwagen. 1934 siedelte der Mutterkonzern AEG die Forschung und Produktion für Telefunken am Standort an. Zu DDR-Zeiten stellte das Werk für Fernsehelektronik (WF) hier vor allem Bildröhren für Fernsehgeräte her. Diese kamen nicht nur in Ostdeutschland zum Einsatz und wurden noch bis 2005 von Samsung weiter produziert.

Inzwischen nutzen verschiedene Firmen das Gelände, es stehen jedoch auch einige Teile des Gebäudekomplexes leer und warten auf eine zukünftige Nutzung. Der Lichthof im Peter-Behrens-Bau dient hin und wieder als Kulisse für Film- und Fernsehenproduktionen, u. a. für Babylon Berlin.

Der Peter-Behrens-Bau ist Teil unserer Publikation „Berliner Schriften zur Industriekultur“ Band 2.


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