Moderne Gebäude neben alten Backstein-Bauten am Pfefferberg
Eingang der Brauerei Pfefferberg an der Schönhauser Allee
Rotes Backsteingebäude am Pfefferberg, Eingang von AEDES
Bäume auf der Terrasse am Pfefferberg
i

Erbaut
1842 - 1914, Umbauten

Architekt
A. Rohmer, Carl Koeppen u.a.

Früher
Brauereigelände

Heute
Brauerei, Hostel, Theater, Galerie

Die Christinenstraße bietet den besten Blick auf die moderne Architektur neben historischen Brauereigebäuden. | © bzi, Foto: Anja Liebau
Adresse

Schönhauser Allee 176
Christinenstr. 18/19
10119 Berlin-Prenzlauer Berg

Anfahrt

U-Bahn: U2 (Haltestelle Senefelderplatz)

Öffnungszeiten

Areal frei zugänglich | Anlieger siehe Website

Führungen

Auf Anfrage

Barrierefreiheit

eingeschränkt

ERIH-Mitglied

Pfefferberg bei ERIH

Best of

Bier und BrotProduktion damals und heute

Pfefferberg-Brauerei

Braukunst vor den Toren der Stadt

An der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg liegt der Pfefferberg. Das Plateau mit Biergarten und Terrassencafé unter Bäumen überrascht viele Besucherinnen und Besucher. Niedrige Grundstückspreise und die erhöhte Lage im Norden der Stadt bieten Mitte des 19. Jahrhunderts beste Voraussetzungen für den Bau von Brauereien mit großen Kühlkellern. So beginnt auch die industrielle Karriere des Pfefferbergs. Namensgeber für das Areal an der Schönhauser Allee ist Joseph Pfeffer. Der bayerische Braumeister ist einer der ersten, der die untergärige Brauart nach Berlin bringt und ab 1841 an dem damals noch vor den Stadtgrenzen gelegenen Ort eine eigene Brauerei errichtet. Das so gebraute Bier ist länger lagerfähig und eignet sich deshalb besonders gut für die industrielle Produktion. Bis 1921 bestimmen deshalb Hopfen, Malz und Hefe das Geschehen.

Nach dem Ersten Weltkrieg übernimmt die Schultheiss-Brauerei den Braubetrieb auf dem Pfefferberg, stellt ihn aber bald ein. Danach ziehen die unterschiedlichsten Betriebe in die Gebäude. Mal duftet es auch nach Schokolade, mal nach Brot. Nach dem Zweiten Weltkrieg finden Druckerei und Verlag „Neues Deutschland" auf dem Pfefferberg ihren Platz. Zeitweilig wird auch die gleichnamige Zeitung, damals Organ des Zentralkomitees der SED, hier gedruckt. Lager-, Büro- und Werkstatträume, Poliklinik und Großküche – die vielen folgenden Nutzungen hinterlassen Spuren.

Die Wege auf dem Gelände sind heute verschlungen und die Architektur ist vielfältig. Roter und gelber Backstein wechseln sich mit modernen Fassaden ab. In dieser kreativen Umgebung arbeiten viele Künstlerinnen und Künstler. Orte wie das Aedes Architekturforum, das Museum für Architekturzeichnung oder das Pfefferberg Theater laden zum Besuch ein. Gelegenheit zum Verweilen bieten Restaurants, Hausbrauerei, Hostel, ein schattiger Biergarten. Eigentümerin des Areals ist die Stiftung Pfefferwerk, die in Berlin Projekte für mehr Chancengerechtigkeit von Benachteiligten fördert.


Download Faltmappe