Jeden zweiten Samstag im Monat öffnet das U-Bahn Museum seine Tore. Es sitzt im historischen Stellwerk des U-Bahnhofs Olympiastadion. Neben dem eindrucksvollen Stellwerk ziehen auch allerhand Objekte aus über 100 Jahren U-Bahngeschichte die Blicke auf sich. Fachkundige Ehrenamtliche erwecken die Ausstellung mit Anekdoten zum Leben.

Die Ausstellung zeigt das fotografische Werk von Kurt Schwarz als Ostberliner Zeitreise. In den 1960er-Jahren fotografierte er für die Berliner Zeitunger. Später arbeitete er als Werbefotograf und fertigte Produktaufnahmen für verschiedene Unternehmen und Veranstaltungen an. Dazu gehörte beispielsweise das „Werk für Fernsehelektronik“ (WF). Seit 1998 widmet er sich verstärkt Natur-, Meer- und Küstenlandschaften.

Die Ausstellung präsentiert Bilder aus den 1960er- bis 1990er-Jahren. Schwarz zeigt keine bestimmte politische Position, die Bilder klagen nicht an oder rütteln auf. Sie sind jedoch nicht neutral oder distanziert, sondern zeugen von Interesse und Neugier an der Umgebung. Sie dienen als Medium für eine Zeitreise, indem sie lediglich zeigen, ohne zu belehren. Jetzt, über 30 Jahre nach dem Ende der DDR, ist der Zeitpunkt für eine solche Perspektive gekommen, die zwischen vergangener Propaganda und ihrer Entlarvung als Lüge das normale Leben darstellt.

Bergbau, Metall, Chemie, Textil und Automobilbau: Die Sonderausstellung „Fortschritt als Versprechen. Industriefotografie im geteilten Deutschland“ im Deutschen Historischen Museum zeigt Auftragsfotografien aus verschiedenen Industriezweigen in BRD und DDR. Die Bandbreite der Bilder reicht von monumental und eindrucksvoll bis hin zu scheinheilig oder kontrovers. Über 700 Objekte repräsentieren den schönen Schein der Industrie in Ost und West. Bei einigen Fotos ist besonders interessant, was nicht zu sehen ist…

Die Ausstellung „Vergessen und Vorbei? Das Lager Lichterfelde und die französischen Kriegsgefangenen“ wirft einen Blick auf die Entwicklung des Ortes von der Vorkriegszeit bis in die Gegenwart. Dort, wo sich einst das Kriegsgefangenenlager befand, sollen Wohnungen gebaut werden. Die Baracken sollen hierfür größtenteils weichen. Die Ausstellung erzählt Biografien aus der Geschichte des Lagers und wirft neue Perspektiven auf die Debatte um den Umgang mit diesem historischen Ort.

Das Museum für Kommunikation Berlin zeigt in einer Bilderreise die technischen Visionen von gestern. Der Traum vom Fliegen, das Leben im All oder unter Wasser – diese Visionen gab es schon im ausgehenden 19. Jahrhundert.

Die Ausstellung präsentiert in Illustrationen und Romanen, auf Postkarten und in Filmen technische Visionen aus der Vergangenheit, die heute teilweise Alltag sind.

Die Sonderausstellung »Produktion und Propaganda« im Industriesalon Schöneweide nimmt die Betriebszeitungen der DDR-Großbetriebe in den Blick. Wie die übrige Presse der DDR verfolgten sie die Ideen und Ziele der SED, statt die Realität abzubilden. Nach Außen präsentierten sich die Werkszeitungen als Sprachrohr der Betriebsangehörigen. Tatsächlich jedoch funktionierten sie als Propaganda des SED-Staats. Der Industriesalon zeigt in seiner Ausstellung die Betriebszeitung »WF-Sender« des Werks für Fernsehelektronik zwischen 1949 und 1990. Die Ausstellungstexte und Kommentare helfen das Gelesene einzuordnen, um Fakt von Propaganda zu unterscheiden.

Fans der Berliner U-Bahn aufgepasst! Das Deutsche Technikmuseum zeigt in seiner Eisenbahn-Ausstellung das Mock-up der neuen Berliner U-Bahn. Neben dem 1:1-Model, sind für den besseren Vergleich, zwei historische U-Bahnwagen zu sehen.

Das Stadtlabor Wilhelminenhofstraße im Industriesalon Schöneweide ist gleichzeitig Ausstellung und laufendes Projekt. Mit der Beiteiligung von Bewohnerinnen und Bewohnern werden Geschichten der Häuser und Menschen in der Wilhelminenhofstraße gesammelt. Entlang der Straße in Oberschöneweide reihen sich auf der einen Seite historische Industriebauten aneinander, auf der anderen Seite erstrecken sich Wohngebiete. Die Besuchenden sind dazu angeregt, in ihren Kellern zu stöbern und Fotos, Briefe oder Erzählungen von Verwandten in das Labor einzubringen. Weitere Projektpartner wie die Galerie Wilhelmine5 und die Reinbeckhallen stellen ebenfalls historische Bilder aus.

Das Museum für Kommunikation führt mit „ON AIR. 100 Jahre Radio“ durch ein ganzes Jahrhundert deutscher Radiogeschichte. Angefangen mit dem ersten Konzert im Radio 1920 über technische Innovationen bis hin zur Zukunft des Radiomachens. Die Ausstellung erzählt noch bis 24. Oktober 2021 die Geschichte des ersten elektronischen Massenmediums der Welt.