Der Archivleiter führt durch den Lesesaal und die Dauerausstellung im Eingangsbereich des Archivs des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau. Bei der Archivführung gibt es spannende Einblicke in die Arbeitsweise des Archivs. Außerdem lernen Sie ausgewählte Bestände aus der Geschichte Spandaus kennen.

Die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) baute zwischen 1895 und 1896 eine Großmaschinenfabrik südlich des Humboldthains. Ein fast 300 Meter langer Tunnel, der AEG-Tunnel, verband damals die Fabrik mit der Apparatefabrik an der Ackerstraße. Elektrisch betriebene Züge beförderten 1897 darüber Arbeiter und Material.

Der Tunnel wurde im Ersten Weltkrieg zur Munitionsproduktion und im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzanlage verwendet. 1984 schloss die AEG den Standort.

Heutzutage beherbergen die denkmalgeschützten Gebäude am Humboldthain ein Gründerzentrum und einen Technologiepark.

Der Verein Berliner Unterwelten bietet Führungen durch den AEG-Tunnel an. Besucherinnen und Besucher erfahren zunächst mehr über die Geschichte des Geländes, bevor es in Deutschlands ersten U-Bahntunnel hinabgeht.

Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin KPM gibt zum 250. Geburtstag der Königin Luise einen Einblick in ein ganz besonderes Archivstück: eine von Johann Gottfried Schadow angefertigte Porträtbüste der Königin. Für das Projekt „Kulturgut Digital“ wurde sie rekonstruiert, wissenschaftlich erschlossen und digitalisiert.

In einem Vortrag erfahren Sie mehr über dieses Projekt und die Verbindung der Königin Luise zur KPM Berlin. Im Anschluss erwartet Sie eine exklusive Führung durch die KPM-Modellwerkstatt.

Der Pfefferberg gehört zu den spannendsten Industriedenkmälern Berlins: 1841 als Brauerei gegründet, ist er heute ein lebendiger Ort für Kunst, Kultur und Gastronomie im Prenzlauer Berg.

Bei der kostenlosen Führung erfahren Sie, wie aus dem einstigen Industriestandort ein bekannter Kultur- und Bildungsort wurde.

Lernen Sie das älteste Wasserwerk Berlins kennen: Die Geschäftsführerin des Ökowerks nimmt Sie mit auf eine Zeitreise.

Das in der Gründerzeit erbaute Wasserwerk ist fast 100 Jahre in Betrieb. Die politisch-historische Führung zeigt, welche Rolle das Wasserwerk im aufstrebenden Berlin der damaligen Zeit spielt.

18 bunte Stationen am Campus der HTW Berlin erklären die Sustainable Development Goals (SDG) der UN. Beim geführten Spaziergang über den Campus stolpern Sie z. B. über die Themen „Leben unter Wasser“ oder „Weniger Ungleichheiten“. Die Themen der SDGs begegnen uns allen im Alltag, wenn auch meist unbewusst. Der gemeinsame Spaziergang erkundet den SDG Lernpfad an der HTW und geht der Frage nach, wie Industriekultur und Nachhaltigkeit zusammenhängen.

Der SDG Lernpfad entstand in einer Kooperation des Lehrenden Service Center und des Berliner Zentrum Industriekultur. Das Design stammt von Studierenden aus dem Industrial Design.

Ein verlassener Raum im ehemaligen Postamt W66: Darin befinden sich Maschinen und Geräte, die seit 1973 still stehen und unverändert sind.

Bei der Rohrpost-Führung können Besucher:innen einen Blick in den geheimen Rohrpostkeller werfen. Er ist die einzige verbleibende Maschinenstation innerhalb der Berliner Stadtrohrpost, die einst die ganze Stadt umspannte. 100 Jahre lang war die Rohrpost das schnellste Transportmittel für Informationen.

Übrigens: Das Museum für Kommunikation sucht Zeitzeug:innen, die bei der Berliner Rohrpost bis in die 1970er-Jahre gearbeitet haben.

Familiennacht im Museumspark Rüdersdorf: Ein Highlight für die ganze Familie. Das 17 Hektar große Gelände wartet auf kleine und große Entdecker:innen mit ihren Taschenlampen. Industriedenkmäler, heimische Tiere und mehr lassen sich dort finden. 

Nach dem spannenden Rundgang können Sie sich gemütlich mit Kürbissuppe und Kinderpunsch oder Glühwein an der Feuerschale aufwärmen. 

Zum „Tag der Schiene“ bietet die Deutsche Bahn drei exklusive Führungen entlang der ehemaligen Siemensbahn an. Entdecken Sie die historischen Bahnhöfe Wernerwerk und Siemensstadt, solange die historische Siemensbahn noch stillgelegt ist. Das Projektteam gibt einen 90-minütigen Einblick in die aktuellen Planungen und die Herausforderungen bis zur Wiedereröffnung 2029.

Mitte der 1930er-Jahre plant das NS-Regime den radikalen Umbau Berlins zur „Welthauptstadt Germania“ – Architekt Albert Speer entwirft gigantische Bauwerke für die neue Nord-Süd-Achse. Um zu testen, ob der Berliner Boden das Gewicht der geplanten Bauten tragen kann, lässt Speer 1942 einen Schwerbelastungskörper aufstellen: 13.000 Tonnen Beton, 14 Meter hoch und 18 Meter tief.

Das Ergebnis 1948: Der Berliner Boden hält dem Gewicht nicht stand – Germania wäre bis zu 19 Zentimeter tief versunken.

Heute ist der Koloss das letzte Zeugnis der NS-Stadtplanung zur Nord-Süd-Achse und seit 2009 öffentlich zugänglich. Von April bis Oktober finden an jedem ersten Sonntag im Monat kostenlose Führungen statt.