Brotfabrik Wittler. Reliefs in der Fassade
Brotfabrik Wittler mit weißer Klinkerfassade
Brotfabrik Wittler Aussenansicht mit Fenstern
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Erbaut
1927 - 1928

Bauherr
August Wittler

Architekt
Kurt Berndt

Früher
Backhaus und Verwaltungsgebäude

Heute
Altenheim, Wohn- und Gewerbeflächen

Die Keramikreliefs an der Fassade zeigen Darstellungen der Brotherstellung. | © Foto: Andreas FranzXaver Süß

Brotfabrik Wittler

Gegründet 1898 als Bäckerei, entwickelt sich das Unternehmen von Heinrich und August Wittler durch die Einführung industrieller Produktionsweisen bis in die 1920er-Jahre zum zeitweise größten Brotproduzenten Europas. Die Brotfabrik aus dem Jahr 1908 erbauen die Wittlers zusammen mit einem Wohnhaus und Stall sowie Kesselhaus im Wedding. Die Entwicklung der Brotfabrik Wittler ist eng verbunden mit Krieg und Wirtschaftskrisen. In diesen Zeiten rückt die Frage der Versorgung der Menschen in der wachsenden Millionenmetropole Berlin besonders in den Fokus.

In den 1920er-Jahren und vor allem im Zweiten Weltkrieg setzt die Firma Elektroautos als Lieferfahrzeuge ein. Einer dieser Lieferwagen gehört heute zum Bestand des Deutschen Technikmuseums.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ändern sich allmählich die Essgewohnheiten der Menschen. Die Brotfabrik Wittler kann sich nicht gegen die stärker werdende Konkurrenz aus Westdeutschland durchsetzen und muss schließlich 1982 Konkurs anmelden. Von der Blütezeit des Unternehmens zeugt heute noch die denkmalgeschützte Brotfabrik Wittler. Heute sind dort unter anderem ein Seniorenstift, Büros und Wohnungen untergebracht.


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