Fassade Fernamt Berlin Winterfeldtstraße
rechter Teil der Fassade Fernamt
Oberer Teil Fassade Fernamt Berlin
Detailaufnahme Mittelresalit
i

Erbaut
1922 - 1929

Architekt
Otto Spalding

Früher
Fernamt

Heute
Telekom Inovation Arena

Die Fassade des Fernamts ist mit Klinkern verkleidet. | © bzi, Foto: Max Braun, 2022
Adresse

Winterfeldtstraße 19–23
10781 Berlin-Schöneberg

Best of

Kommunikation und Medien

Fernamt Berlin

Das Fernamt Berlin ist Zeugnis der Geschichte des Telefonierens. Im Berliner Fernsprechverkehr nahm in den 1920er Jahren das Bedürfnis nach überregionalen Telefonverbindungen stark zu. Zwar setzte sich in der Vermittlung die Selbstwähltechnik als Ersatz für die ursprüngliche Handvermittlung zunehmend durch, dies gelang jedoch zunächst nur im lokalen Rahmen. Für den Fernverkehr blieb man auf das „Fräulein vom Amt“ angewiesen. Zur Bewältigung des Gesprächsaufkommens ließ die Deutsche Reichspost in den 1920er Jahren einen gewaltigen Neubau mit einer Frontlänge von 90 m und einer Tiefe von 140 m errichten. Die damals größte Fernsprecheinrichtung Europas bot Platz für bis zu 8.000 Personen Dienstpersonal. Der siebengeschossige Stahlskelettbau ist mit roten Klinkern verkleidet, wobei die Fassade expressionistische Stilelemente aufweist. Über dem mittig hervorgehobenen Treppenhaus prangt eine Plastik des Reichsadlers.

Nachdem die Fernvermittlungsstelle in den 1980er Jahren in einen Neubau umgezogen war, erhielt das ehemalige Fernamt eine neue Bestimmung. Heute sind hier Büros und Seminarräume der Deutschen Telekom AG sowie das Gründerzentrum „hubraum“.