Zentralvieh- und Schlachthof, Luftbild von 1907
Zentralvieh- und Schlachthof, Börsensaal von Innen mit Kronleuchtern
Zentralvieh- und Schlachthof, Schweinehalle von Innen
Zentralvieh- und Schlachthof, Stahskellet im Park
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Erbaut
1878 - 1881, 1899, 1930

Bauherr
Stadt Berlin

Architekt
Hermann Blankenstein, August Lindemann

Früher
Städtischer Schlachthof

Heute
Wohn- und Gewerbeflächen

Der Zentralvieh- und Schlachthof in Prenzlauer Berg um 1907. | © Foto: Max Missmann, gemeinfrei

Zentralvieh- und Schlachthof

Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es in Berlin zahlreiche private Schlachthäuser. Um das unhygienische Schlachten in Wohnungen und Hinterhöfen zu beenden, eröffnet die Stadt 1881 den Zentralvieh- und Schlachthof in Prenzlauer Berg. Eine neue Schlachthofverordnung regelt fortan Hygienestandards und Kontrollen. Mit der Stadt wächst auch der Schlachthof. In Spitzenzeiten kommen bis zu 15.000 Schlachttiere pro Tag an, die hier weiterverkauft und verarbeitet werden. Die Lage an der Ringbahn ist ideal für den Transport von Tieren und Fleisch. Der S-Bahnhof heißt damals entsprechend Central-Viehhof.

Das Gelände ist nach dem Zweiten Weltkrieg stark zerstört und nur noch von geringer Bedeutung. Lediglich die nähere Umgebung versorgt sich noch mit Fleisch von diesem Schlachthof. Mit der Stilllegung des Geländes erfolgt 1977 die Umbenennung der S-Bahn-Station in Storkower Straße.

Ab Anfang der 1990er-Jahre beginnt ein Transformationsprozess, der bis heute anhält. Einige der Gebäude wie beispielsweise die Rinderauktionshalle sind mittlerweile denkmalgeschützt. Von anderen wie der Hammelauktionshalle steht nur noch das Stahlskelett. In die historischen Gebäude zieht seit einigen Jahren Leben ein. Rund herum entstehen inzwischen Parks und Neubauten.


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